Der frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan ist am Montag im Alter von 100 Jahren in seinem Haus an den Folgen einer Parkinson-Erkrankung gestorben, wie NBC News unter Berufung auf seine Frau Andrea Mitchell berichtete.
Bestätigung durch die Federal Reserve
Die Federal Reserve bestätigte den Tod ihres Vorsitzenden. "Die Federal Reserve nimmt mit tiefer Trauer den Tod von Alan Greenspan zur Kenntnis", hieß es in einer Mitteilung der Notenbank. Greenspan, der von 1987 bis 2006 der 13. Vorsitzende des Gouverneursrats der Fed war, habe "eine strenge analytische Disziplin in die geldpolitische Entscheidungsfindung" gebracht. Zudem habe er geholfen, "die Glaubwürdigkeit zu etablieren, die nachhaltig zu den wichtigsten Vermögenswerten der Federal Reserve zählt".
Wirtschaftliche Bilanz einer langen Amtszeit
Wie die Washington Post unter Berufung auf Greenspans Frau berichtete, starb der Ökonom an den Folgen seiner Parkinson-Erkrankung. Die Familie habe den Tod am Montag bekannt gegeben, hieß es weiter. Der Notenbankchef hatte in seinen fünf Amtszeiten immer wieder bewusst vermieden, sich konkret festzulegen. Auch seine Kommunikation hatte großen Einfluss auf die Finanzmärkte. Greenspan hat den modernen amerikanischen Kapitalismus von den letzten Jahren des Kalten Krieges bis zum Beginn des digitalen Zeitalters mitgeprägt.
