Eine Aktivistin der Bewegung Neue Generation hat sich am Dienstag als Bundesministerin verkleidet im Bode-Museum auf der Berliner Museumsinsel mit Sekundenkleber festgeklebt. Die Frau, die sich als CDU-Politikerin Katherina Reiche ausgab, protestierte damit gegen die ihrer Meinung nach unzureichende Klimapolitik der Bundesregierung.
Hintergrund der Aktion
Die Bewegung Neue Generation ging aus der Klimaschutzgruppe Letzte Generation hervor, die sich im Januar 2025 auflöste. Die Gruppe setzt ihre Proteste nun unter neuem Namen fort und nutzt weiterhin spektakuläre Aktionen, um auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam zu machen.
Das Bode-Museum, das zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) gehört, ist ein häufiger Schauplatz solcher Proteste. Die Museumsinsel, ein UNESCO-Weltkulturerbe, zieht aufgrund ihrer symbolträchtigen Bedeutung oft Aktivisten an. Die SPK hatte in der Vergangenheit bereits Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.
Reaktionen und Folgen
Die Aktion sorgte für erhebliche Aufmerksamkeit und führte zu einer vorübergehenden Schließung des Museums. Besucher wurden evakuiert, während Sicherheitskräfte und Museumspersonal versuchten, die Situation zu deeskalieren. Die Aktivistin konnte nach etwa einer Stunde von den Einsatzkräften gelöst werden und wurde anschließend der Polizei übergeben.
