Adeyemi Wechsel Barcelona: Vertrag bis 2031 | finanz360
Adeyemi Wechsel Barcelona: Vertrag bis 2031, Flick-Hintergrund
Barcelona, 23. Juli 2026
AI-generated image (z-image via Kie.ai)
Kurzfassung
Karim Adeyemi wechselt von Borussia Dortmund zum FC Barcelona und unterschreibt dort einen Vertrag bis 2031. Barça kündigte den Transfer am Donnerstag mit einem kurzen Videoclip an, in dem der Offensivspieler über die Ramblas läuft.
Der deutsche Fußball-Nationalspieler Karim Adeyemi wechselt von Borussia Dortmund zum spanischen Meister FC Barcelona und erhält beim Klub von Trainer Hansi Flick einen Vertrag bis 2031.
Vereinsmitteilung und Bekanntgabe
Wie der FC Barcelona am Donnerstag in einer Vereinsmitteilung bekannt gab, hat Karim Adeyemi einen Vertrag bis 2031 unterzeichnet. Damit verlässt der Offensivspieler nach vier Jahren Borussia Dortmund und schließt sich dem spanischen Fußballmeister an. Die Katalanen hatten den Wechsel zuvor mit einem 15-sekündigen Videoclip angekündigt, der den 24-Jährigen beim Spaziergang über die Ramblas zeigt, wo er mit einem Fingerschnippen die Passanten um sich herum kurzzeitig stillstehen lässt. Das Video endet mit dem Schriftzug „Adeyemi Ès Culer“.
Dortmund und Barcelona einigten sich nach übereinstimmenden Medienberichten auf eine Ablöse von 22 Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen in Höhe von weiteren sieben Millionen Euro. Im Vertrag sei zudem eine Weiterverkaufsbeteiligung von 35 Prozent zugunsten der Dortmunder verankert worden, sollten die Katalanen Adeyemi künftig mit Gewinn abgeben. Zudem erhält Salzburg als früherer Ausbildungsklub einen Anteil, da der BVB bei Adeyemis Wechsel aus Österreich einst gut 30 Millionen Euro an die Salzburger überwiesen hatte.
Ablöse und Vertragsdetails
Für den Bundesligisten ist der Transfer ein versöhnlicher Abschluss einer wechselhaften Phase. Adeyemi war vor vier Jahren von Red Bull Salzburg nach Dortmund gekommen und bestritt für den Revierclub 146 Pflichtspiele, in denen er 36 Tore erzielte – davon sieben in der abgelaufenen Saison. In der Endphase der Spielzeit kam der Flügelspieler allerdings zumeist nur als Einwechselspieler zum Einsatz, was seine Abschiedsgedanken zusätzlich befördert haben dürfte.
Der Wechsel war bereits seit Wochen erwartet worden, verzögerte sich aber durch die Reisetätigkeit von Klubpräsident Joan Laporta. Dieser hielt sich wegen des WM-Finals in den USA auf und konnte den Vollzug erst nach seiner Rückkehr offiziell bestätigen. Laporta hatte den bevorstehenden Transfer zuvor bereits gegenüber spanischen Medien bestätigt. In Dortmund war Adeyemi bereits vor Beginn der Leistungsdiagnostik zum Trainingsauftakt freigestellt worden, damit er Transfergespräche führen konnte.
Flick als Schlüsselfaktor
Bei seiner Vorstellung in Barcelona bezeichnete Adeyemi den spanischen Meister als den „besten Klub der Welt“ und erklärte: „Ich bin hier, um Titel zu gewinnen.“ Auf die Frage nach den Gründen für seinen Wechsel nannte er ausgerechnet den Trainer: „Flick sei der Hauptgrund für seinen Wechsel zum FC Barcelona gewesen“. Der Kontakt zwischen beiden besteht bereits seit geraumer Zeit – Flick hatte Adeyemi im September 2021 erstmals in die deutsche Nationalmannschaft berufen, als er selbst noch Bundestrainer war. Adeyemi bestritt seitdem elf Länderspiele für das DFB-Team.
Mit Hansi Flick als Trainer und der Aussicht auf Titel holt Adeyemi sich einen sportlichen Anker, den er in Dortmund in der Vorsaison vermisst hatte. Die Vertragsverhandlungen über eine vorzeitige Verlängerung in Dortmund waren zuvor über Wochen erfolglos geblieben, sein Arbeitspapier beim BVB wäre noch bis 2027 gelaufen. Dass Adeyemi den Klub dennoch verlassen wollte, hatte er intern klar kommuniziert. Sein Berater Jorge Mendes, der auch den Barcelona-Spieler Lamine Yamal betreut, gilt als Architekt des Transfers.
Deutscher Rekord bei Barça
Die Ablösesumme von 22 Millionen Euro plus Bonuszahlungen ist für ein Spitzentalent des deutschen Fußballs ein moderater Betrag. Sie spiegelt vor allem die Tatsache wider, dass der Marktwert des Flügelspielers nach einer durchwachsenen Saison und dem Verlust des Stammplatzes zuletzt gesunken war. Zudem hatte Dortmund mit dem ursprünglichen Salzburg-Transfer einst einen höheren Betrag eingenommen, sodass der Klub den Wechsel nun sportlich und finanziell abhaken kann.
Für den deutschen Fußball ist der Transfer ein weiterer Beleg für die Strahlkraft der spanischen Top-Liga. Barcelona ist nicht nur sportlich, sondern auch als Marke für junge deutsche Profis besonders attraktiv. Adeyemi ist nach Marc-André ter Stegen, der allerdings nach Informationen aus Barcelona an Ajax Amsterdam ausgeliehen werden soll, der zweite Deutsche im aktuellen Kader der Katalanen und der insgesamt elfte deutsche Spieler in der Geschichte des Klubs.
Zu den bekannteren deutschen Barcelona-Spielern gehörten in der Vergangenheit unter anderem Bernd Schuster, Robert Enke, Kevin-Prince Boateng und Ilkay Gündogan. Der erste deutsche Akteur im Trikot der Blaugrana war bereits Otto Maier, der zwischen 1899 und 1902 für den Verein auflief. Der bislang letzte direkte Wechsel eines BVB-Spielers nach Barcelona war der von Ousmane Dembélé, der mittlerweile bei Paris Saint-Germain spielt.
Mit Blick auf die sportlichen Aussichten eröffnet sich für Adeyemi in Barcelona eine neue Perspektive. Flick hatte den Klub zuvor als Trainer zur Meisterschaft geführt und gilt in Barcelona als „Meistermacher“. Unter ihm soll der schnelle Außenstürmer wieder konstanter spielen und an seine Leistungen aus der Hinrunde der Vorsaison anknüpfen, als er zu den auffälligsten Akteuren der Dortmunder gehörte.
Weitere Wechsel in Europa
Neben Adeyemi standen in den vergangenen Wochen weitere prominente Wechsel auf der europäischen Agenda. Medienberichten zufolge wechselt der griechische Flügelspieler Christos Tzolis für 40 Millionen Euro vom belgischen Spitzenklub Brügge zum englischen Meister Arsenal. Der 24-Jährige hatte in 108 Partien für Brügge 43 Tore erzielt und 45 weitere vorbereitet. Beim FC Arsenal soll er die Offensive verstärken.
In die gleiche Richtung ging der Transfer von Alejandro Garnacho, der vom FC Chelsea an Aston Villa ausgeliehen wurde. Villa hatte zuvor Morgan Rogers an Chelsea abgegeben und reagierte mit der Leihe des argentinischen Flügelspielers. Garnacho wird beim Europa-League-Sieger Aston Villa künftig auch mit Johan Manzambi zusammenspielen, der ebenfalls in diesem Sommer aus Birmingham an die Villa kam.
Diese drei Transfers stehen beispielhaft für einen Sommer, in dem die europäischen Spitzenklubs ihre Kader gezielt umbauen. Barcelona setzt mit Adeyemi auf Tempo und Torgefahr über die Außenbahnen, Arsenal investiert in Tzolis offensive Qualität, und Aston Villa sichert sich mit Garnacho eine zusätzliche Option im Angriff.
Folgen für Dortmund und DFB
Bei seiner Vorstellung in Barcelona gab sich Adeyemi kämpferisch: „Flick kann sich darauf verlassen, dass ich alles für ihn, für die Mannschaft und für die Fans geben werde“. Damit formulierte er auch eine Antwort auf die Zweifel, die nach seiner Formschwankung in der Schlussphase der Vorsaison aufgekommen waren.
In Dortmund wird man die Nachricht mit gemischten Gefühlen aufnehmen. Einerseits nimmt der Klub eine finanziell solide Ablöse mit, andererseits verliert er einen Spieler, der sportlich das Potenzial für höhere Erlöse hatte. Der BVB steht nun vor der Aufgabe, die Außenbahn neu zu besetzen und gleichzeitig einen Kader zu formen, der den Weg in die Champions League erneut erfolgreich gestalten kann.
Mit Blick auf die kommende Saison könnte der Wechsel auch für die deutsche Nationalmannschaft Folgen haben. Adeyemi war zuletzt nicht für den WM-Kader nominiert worden, dürfte aber mit regelmäßiger Spielzeit in Barcelona wieder stärker in den Fokus von Bundestrainer rücken. Sein erklärtes Ziel ist es, „Titel zu gewinnen“ – eine Formulierung, die sich auf Klubebene ebenso wie auf internationaler Ebene lesen lässt.
Fragen & Antworten
Wie lange läuft der Vertrag von Karim Adeyemi beim FC Barcelona?
Adeyemi unterschrieb beim FC Barcelona einen Vertrag bis 2031. Damit ist er langfristig an die Katalanen gebunden, sein bisheriger Vertrag bei Borussia Dortmund wäre noch bis 2027 gelaufen.
Welche Rolle spielte Hansi Flick beim Wechsel von Adeyemi?
Laut eigener Aussage war Flick der Hauptgrund für den Wechsel zum FC Barcelona. Flick hatte Adeyemi bereits im September 2021 als Bundestrainer erstmals in die deutsche Nationalmannschaft berufen und trainiert ihn nun in Barcelona.
Wie hoch ist die Ablösesumme für den Transfer von Adeyemi?
Nach übereinstimmenden Medienberichten zahlt der FC Barcelona 22 Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen von bis zu 7 Millionen Euro an Borussia Dortmund. Im Vertrag ist zudem eine 35-prozentige Weiterverkaufsbeteiligung zugunsten des BVB verankert.