Eine 80-jährige deutsche Touristin ist am Dienstag in Wien tödlich verunglückt, nachdem sie von einem Schiffssteg in die Donau gestürzt war. Die Frau wurde zwar rasch von der Crew geborgen, verstarb jedoch trotz Reanimationsversuchen.
## Unfallhergang Die Pensionistin wollte kurz vor dem Ablegen eines Schiffes in Nussdorf an Bord gehen, als sie vom Steg ins Wasser fiel. Der Vorfall ereignete sich gegen 13:40 Uhr, wie mehrere Quellen bestätigten. Die Besatzung löste umgehend Alarm aus und zog die Frau aus der Donau. Trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen konnte ihr Leben nicht gerettet werden.
Die Polizei untersucht derzeit die genauen Umstände des Unfalls. "Es kann weder ein medizinischer Notfall noch fahrlässiges Verhalten ausgeschlossen werden", hieß es in einer ersten Stellungnahme. Die Beamten betonten, dass alle möglichen Ursachen geprüft werden.
## Ermittlungen und Obduktion Zur Klärung der Todesursache wurde eine Obduktion angeordnet. "Zur Feststellung der genauen Todesursache wurde die Obduktion angeregt", teilte die Polizei mit. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, ob gesundheitliche Probleme oder äußere Einflüsse zum Tod führten.
Polizeisprecher Philipp Haßlinger und Andreas Huber, Sprecher der Berufsrettung, bestätigten die Angaben gegenüber "krone.at". Beide betonten, dass die Ermittlungen noch im Gange seien und keine voreiligen Schlüsse gezogen werden sollten.
Die Donau ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen, doch solche Unfälle sind selten. Die genaue Position des Schiffes zum Zeitpunkt des Vorfalls sowie die Sicherheitsvorkehrungen am Steg werden ebenfalls überprüft.
## Reaktionen und weitere Schritte Die Identität der Frau wurde zunächst nicht öffentlich bekannt gegeben, bis die Angehörigen informiert sind. Die deutsche Botschaft in Wien wurde über den Vorfall unterrichtet und steht in Kontakt mit den österreichischen Behörden.
Kreuzfahrtunternehmen in der Region haben bereits angekündigt, ihre Sicherheitsprotokolle zu überprüfen. Ob der Steg zum Zeitpunkt des Unfalls gesichert war, ist noch unklar. Die Polizei wird in den kommenden Tagen weitere Zeugen befragen und die technischen Gegebenheiten am Unglücksort analysieren.
Der Vorfall wirft Fragen nach den Sicherheitsstandards für ältere Passagiere auf, insbesondere bei Flusskreuzfahrten. Die Behörden appellierten an alle Reisenden, besonders vorsichtig zu sein, wenn sie Schiffsstege betreten.
Die genauen Umstände des tragischen Unfalls werden voraussichtlich erst nach Abschluss aller Ermittlungen und der Obduktion vollständig geklärt sein. Bis dahin bleiben viele Fragen offen.
