Rom, 08 Juni 2026
Die US-Amerikanerin Nicole Ann aus Florida hat in einer Eisdiele in einer Seitenstraße der Piazza Navona in Rom nach eigenen Angaben 44 Euro für zwei Eis zum Mitnehmen bezahlt und den Vorfall anschließend in einer Facebook-Gruppe für Italien-Reisende als „Touristenfalle" angeprangert.
Was ist neu seit dem 7. Juni 2026
Update vom 8. Juni 2026: Eine US-Touristin aus Florida schildert in einer Facebook-Gruppe für Italien-Urlauber, wie ein vermeintlich schneller Eisstopp in einer Seitenstraße der Piazza Navona mit einer Rechnung von 44 Euro endete – deutlich mehr, als sie erwartet hatte. Der Fall heizt die seit Langem geführte Debatte über überhöhte Preise für Touristen in der italienischen Hauptstadt erneut an.
Was ist neu seit dem 7. Juni 2026: Im Vergleich zum bisherigen Kenntnisstand liegen inzwischen detailliertere Angaben zu den einzelnen Posten auf der Rechnung vor. Demnach enthielt jedes Eis drei Kugeln zum Preis von zwölf Euro; hinzu kamen Sahne für zwei Euro, ein Macaron für drei Euro und ein Cannolo – eine sizilianische Teigrolle – für fünf Euro. Pro Person summierten sich die Extras damit auf zehn Euro, insgesamt auf 20 Euro. Die Extras waren es, die den ursprünglich angekündigten Preis von rund 14 US-Dollar pro Eis – nach damaligem Wechselkurs etwas mehr als zwölf Euro – auf 22 Euro pro Person anwachsen ließen.
Was die Touristin berichtet
Das Pärchen wollte nach eigener Darstellung in der Eisdiele in einer Seitenstraße des viel besuchten Platzes Piazza Navona eigentlich nur auf die Schnelle zwei Eis mit jeweils zwei Kugeln mitnehmen. Stattdessen bekamen die beiden „die kleinsten Becher" mit jeweils drei Kugeln sowie Sahne und darauf auch ein kleines Macaron und ein kleines Cannolo. „Ich konnte es nicht einmal aufessen", wird die Touristin zitiert.
Gezahlt hat die Touristin am Ende trotzdem. „Ich habe das erst kapiert, als ich auf den Kassenzettel sah", sagte Nicole Ann. Zudem beschwerte sie sich darüber, dass die Eisdiele den Eindruck erweckt habe, dass es die Extras kostenlos dazugebe. In Italien ist es verbreitete Praxis – ähnlich wie bei Espresso oder Cappuccino –, in Eisdielen zunächst zu zahlen und dann das Eis entgegenzunehmen. In einigen Römischen Eisdielen ist ein zusätzlicher Klecks Sahne tatsächlich kostenlos.
Die Frau aus Florida empörte sich in einer Facebook-Gruppe für Italien-Urlauber nicht nur über eine „böse Abzocke" in einer „Touristenfalle", sondern auch über „das schlechteste Eis, das ich je hatte". Viele weitere Nutzerinnen und Nutzer berichteten in den Kommentaren von ähnlichen Erlebnissen mit überhöhten Preisen an Roms Touristenorten.
Die Eisdiele lag nach Angaben der Touristin in einer Seitenstraße nahe der Piazza Navona, einem der bekanntesten und meistbesuchten Plätze der italienischen Hauptstadt. Rom gehört zu den meistbesuchten Städten der Welt. Fälle, in denen Touristen in der Stadt überhöhte Preise zahlen – auch für Pizza – sind keine Seltenheit.
