Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft sehen das Treffen mit den Spitzen der Koalition und Gewerkschaften am Mittwoch im Kanzleramt als Chance für einen gemeinsamen Reformkurs, während DGB-Chefin Yasmin Fahimi die Pläne der Bundesregierung scharf kritisiert.

Forderungen der Wirtschaft

In einer gemeinsamen Erklärung betonten die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), dass das Spitzentreffen am Mittwoch im Bundeskanzleramt in Berlin genutzt werden solle, um Reformvorhaben voranzubringen. Die Verbände drängen angesichts der Schwächephase der deutschen Wirtschaft auf eine Begrenzung der Sozialabgaben, eine Senkung von Steuern, weniger Bürokratie und flexiblere Arbeitszeiten.

Das Treffen mit den Sozialpartnern ist laut den Verbänden gut vorbereitet: „Positiv wäre, wenn es gelingt, ein gemeinsames Verständnis über das Zielbild und die politischen Prioritäten sowie Klarheit über den zeitlichen Fahrplan für die anstehenden Reformvorhaben zu gewinnen“, heißt es in der Erklärung. Die Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände sind bereit, im Rahmen eines Gesamtpakets für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung ihren Anteil an notwendigen Kompromissen zu tragen.