Das US-Verteidigungsministerium hat seine Liste chinesischer Militärunternehmen aktualisiert und darin unter anderem den Online-Händler Alibaba, den Autobauer BYD und den Suchmaschinenbetreiber Baidu neu aufgenommen.
Die aktualisierte Fassung der sogenannten 1260H-Liste, auch CMC-Liste (Chinese Military Companies) genannt, enthält nach Angaben des Pentagon insgesamt 188 Unternehmen. Neben Alibaba, BYD und Baidu wurden auch die Speicherchiphersteller CXMT und YMTC, der Robotikspezialist Unitree, der Robotikhersteller RoboSense sowie das Biotechunternehmen WuXi AppTec neu aufgenommen. DJI, der Hersteller von Drohnen, die in den USA nicht mehr verkauft werden dürfen, befindet sich bereits seit Längerem auf der Liste, ebenso der Router-Hersteller TP-Link und der Tech-Konzern Tencent.
Was die Liste bedeutet und welche Folgen sie hat
Die Einstufung durch das Pentagon zieht keine direkten Sanktionen nach sich. Im Gegensatz zur sogenannten Entity List des US-Handelsministeriums hat eine Erwähnung auf der 1260H-Liste weniger drastische direkte Auswirkungen. Geschäfte mit den genannten Unternehmen sind nicht verboten. Allerdings wird der US-Verteidigungsminister ab dem 30. Juni 2026 keine Verträge mit den gelisteten Firmen oder ihren Tochterunternehmen mehr abschließen dürfen. Zudem dient die Liste als Warnung für Zulieferer des US-Militärs und andere Regierungsbehörden, und Vertragspartner des Ministeriums müssen künftig sicherstellen, dass sie keine Verträge mit für gelistete Unternehmen tätigen Lobbyisten unterhalten.
