Havanna, 09 Juni 2026

Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat am Montag die Nordwestküste Kubas erschüttert und war auf der Karibikinsel, in Teilen Mexikos sowie im US-Bundesstaat Florida spürbar.

Epizentrum und Stärke

Der Erdstoß ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS in einer Tiefe von 26 Kilometern. Das Epizentrum lag rund 104 Kilometer nordwestlich der kubanischen Stadt Mantua, etwa zwei bis vier Autostunden von der Hauptstadt Havanna entfernt. Damit war das Beben über weite Teile Westkubas deutlich zu spüren.

Dem USGS-Seismologen Paul Earle zufolge war das Erdbeben für diese Region der Karibik äußerst ungewöhnlich, da es sich innerhalb einer tektonischen Platte ereignete. Beben in Platteninneren seien in der Regel seltener und weiter verstreut als an den Rändern der Platten. In Kuba, wo viele Gebäude wegen der jahrzehntelangen Wirtschaftskrise baufällig sind, löste das Beben jedoch große Besorgnis aus.