Miami, 09 Juni 2026

Der somalische FIFA-Schiedsrichter Omar Artan ist am Samstag am Flughafen von Miami von der US-Grenzschutzbehörde CBP abgewiesen worden, obwohl er nach Angaben des somalischen Sportministeriums ein gültiges Visum besaß.

Einreise in Miami verweigert

Der 34-Jährige war nach Miami gekommen, um an einem Vorbereitungstreffen der WM-Schiedsrichter teilzunehmen. Nach seiner Einreisekontrolle wurde er von den Beamten befragt, auch zur politischen Lage in Somalia und zur islamistischen Miliz Al-Shabaab, wie er der „New York Times“ schilderte. Anschließend wurde ihm die Einreise verweigert."Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Ich hatte die richtigen Papiere und alles andere. Ich hatte das richtige Visum", sagte Artan. Er kündigte an, am Mittwoch in die somalische Hauptstadt Mogadischu zurückzukehren, nachdem er zunächst über Istanbul zurückgeflogen war.

Die US-Grenzschutzbehörde CBP erklärte, bei Artan sei eine weitergehende Überprüfung für notwendig erachtet worden. Man habe festgestellt, dass er „nicht einreiseberechtigt" sei. Die Behörde betonte, jede Einreiseerlaubnis sei eine Einzelfallentscheidung, und Beamte der Behörde seien befugt, Reisende zu befragen, zu durchsuchen und Entscheidungen im Einklang mit den Gesetzen der USA zu treffen. „Nach der Kontrolle wurde einem Reisenden die Einreise in die Vereinigten Staaten gestattet", hieß es weiter. Artan wurde nicht namentlich genannt, ist aber der einzige WM-Schiedsrichter aus Somalia.