Kopenhagen, 09 Juni 2026

Die Überreste des Buckelwals Timmy, der vor einigen Wochen tot am Strand der dänischen Insel Anholt angespült worden war, werden in einer Fabrik der Firma Daka Denmark im dänischen Randers weiterverarbeitet.

Hintergrund: Vom Strand in die Fabrik

Der Buckelwal war vor einigen Wochen tot am Strand der dänischen Insel Anholt angespült worden. Zuvor war das Tier ab Ende März mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandet, bevor es den Weg in die Nordsee fand. Bei der mehrstündigen Untersuchung war der Wal geöffnet und zerteilt worden. Die Obduktion des Tiers hatte vergangene Woche ergeben, dass der Wal ein Weibchen war.

Nach dem Tod wurde der Kadaver des Wals am Freitag vom Strand geborgen und am Montag abtransportiert. Ein Bagger hatte die Kadaver-Teile in vorbereitete Container gehievt. Anschließend wurden die Teile per Frachtschiff auf das dänische Festland gebracht, wo sie in der Fabrik von Daka Denmark in Randers weiterverarbeitet werden.

Dort werden die Überreste des Wales laut einem Sprecher zunächst in drei Bestandteile getrennt. Alles Fett – zum Beispiel aus der Speckschicht des Wals – wird in Biodiesel umgewandelt. Das Wasser aus den Überresten wird gereinigt und in den Fjord eingeleitet.

Drei Bestandteile: Biodiesel, Biomasse und Museum

Das übrige Material – Knochen, Sehnen und Haut – wird zu einem mehlartigen Produkt verarbeitet, das als Biomasse zur Verbrennung in einer Zementfabrik verwendet wird. Einige besondere Knochen des Wales haben jedoch einen anderen Bestimmungsort: Sie sollen in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen gelangen.

Knochen für die Wissenschaft

Manche Knochen des Tiers kommen in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Diese Teile waren bereits am Freitag abgeholt worden und werden nun wissenschaftlich aufgearbeitet. Das Museum erhofft sich durch die Knochen neue Erkenntnisse über die Population und den Gesundheitszustand von Buckelwalen in der Nord- und Ostsee.

Tracker-Daten und offene Todesursache

Bereits zu Lebzeiten hatte eine private Initiative einen Tracker an dem Wal angebracht, um seine Bewegungen zu dokumentieren. An dem Wal hatte die Initiative einen Tracker angebracht, der an dem Tier entdeckt wurde. Die Tracker-Daten liegen der Initiative vollständig und dem Ministerium in Teilen vor.

Die genaue Todesursache des Tieres blieb nach der Obduktion jedoch unklar. Das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, die Daten würden ausgewertet. Die Daten sollen möglichst zügig abschließend ausgewertet werden. Sobald dies geschehen ist, wird die Öffentlichkeit über die hieraus folgenden Erkenntnisse informiert.

Reaktionen und weiteres Vorgehen