Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat angekündigt, dass der Hambacher Forst als sogenanntes Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen und spätestens 2035 in öffentliches Eigentum überführt wird.

Die zuständigen Stellen hätten sich mit dem Eigentümer, dem Energiekonzern RWE, darauf verständigt, teilte das nordrhein-westfälische Umweltministerium mit. „Er solle dauerhaft unter Schutz gestellt werden, teilte das nordrhein-westfälische Umweltministerium mit." Eine entsprechende Erklärung wurde am Dienstag in Düsseldorf unterzeichnet.

Im Hambacher Forst hatten Umweltaktivisten viele Jahre lang gegen die Rodung des Waldes für den Braunkohletagebau gekämpft. Die Unterzeichnung erfolgte acht Jahre nach den Klimaprotesten rund um den Braunkohletagebau Hambach im Jahr 2018.

Hintergrund: Vom Protest zur Einigung

Der rund 500 Hektar große Wald zwischen Köln und Aachen soll nach dem Eigentumsübergang vom Land als Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen werden. Darüber hinaus sollen zwei Waldverbindungskorridore entstehen, die den Hambacher Forst mit der Steinheide sowie mit dem Merzenicher Erbwald verbinden.