Der dänische Fussballer Christian Eriksen ist am Sonntagabend beim Länderspiel Dänemark gegen die Ukraine in Odense auf dem Rasen zusammengebrochen, rund fünf Jahre nach seinem Herzstillstand bei der EM 2021.
Der Vorfall in Odense
Der Vorfall ereignete sich in der 65. Minute, als der 34-Jährige zu Boden ging und kurzzeitig das Bewusstsein verlor. Mitspieler bildeten einen Kreis um den Mittelfeldspieler, Bilder, die unmittelbar an jene Szene aus Kopenhagen im Juni 2021 erinnerten, als Eriksen während der Partie gegen Finnland reanimiert werden musste. Die Begegnung wurde beim Stand von 2:1 für Dänemark abgebrochen, beide Mannschaften hätten sich «schnell einig» gezeigt, wie der dänische Verband DBU mitteilte.
Nach Angaben des dänischen Nationalmannschaftsarztes Morten Boesen hat der bei Eriksen implantierte Defibrillator seine Aufgabe erfüllt: «Der Herzrhythmus war wieder normal, nachdem der Herzschrittmacher seine Aufgabe erfüllt hatte.» Eriksen habe sich an die Brust gefasst und «Au!» oder etwas Ähnliches gerufen, schilderte Boesen. Wenig später sei der kurzzeitig bewusstlose Spieler wieder zu sich gekommen und habe das Spielfeld aus eigener Kraft verlassen können.
Eriksens erste Stellungnahme
Eriksen wurde mit dem Krankenwagen in ein Spital in Odense gebracht, das Spiel wurde nicht mehr fortgesetzt. Rund 22 Stunden nach dem Zusammenbruch meldete sich Eriksen über Instagram zu Wort: «Ich möchte jeder wissen lassen, dass es mir gut geht und dass ich zu Hause mit meiner Familie bin.» Der Schock seines ICD habe «erhebliche Auswirkungen» für ihn und seine Familie gehabt, schrieb er, doch sei die Situation «eine andere gewesen als 2021». Wörtlich ergänzte er: «Ich fühle mich gut und meine Genesung hat bereits begonnen».
