Kinshasa/Bunia/Kampala, 09 Juni 2026
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich der seit Mai offiziell gemeldete Ebola-Ausbruch weiter aus: Innerhalb von 24 Stunden seien 35 Neuinfektionen und zehn Todesfälle registriert worden, womit sich die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle auf 550 erhöht habe.
Wie die Regierung des Landes am Montag mitteilte, sind binnen 24 Stunden 35 Neuinfektionen und zehn Todesfälle registriert worden. Damit habe sich die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle auf 550 erhöht. Die Zahl der Verstorbenen liegt nach den jüngsten Angaben über 100. Der Ausbruch des sogenannten Bundibugyo-Ebolavirus war am 15. Mai bekanntgegeben worden, nach Regierungsangaben jedoch wochenlang unentdeckt geblieben.
Betroffene Provinzen unter Konfliktdruck
Betroffen sind die Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu, Regionen, die seit Jahren unter bewaffneten Konflikten leiden. Die Bekämpfung der Epidemie in den von Konflikten betroffenen Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu wird durch die Präsenz bewaffneter Gruppen und Misstrauen in der Bevölkerung erschwert. Internationalen Organisationen zufolge kommt es immer wieder zu Angriffen auf Bestattungsteams und Behandlungszentren, was den Seucheneinsatz zusätzlich behindert.
